Herbstspaziergang durch das Muttental

Entdecken Sie die Wiege des Ruhrbergbaus im Herbst.

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Ein blauer Himmel, milde Temperaturen und die Sonne, die durch das bunte Herbstlaub bricht. Perfekte Bedingungen für einen Herbstspaziergang durch das Muttental, die Wiege des Ruhrbergbaus.

Hier, wo vor mehr als 500 Jahren der Legende nach ein Schweinehirte beim Hüten seiner Mutten, auf Kohle stieß und somit den Grundstein für den Ruhrbergbau legte, zeugen noch heute eindrucksvolle Industriedenkmäler von der bedeutsamen Vergangenheit dieses schönen Fleckchen Wittens.

Los geht es am LWL Industriemuseum Zeche Nachtigall, hervorgegangen aus einer erstmals 1714 erwähnten Kleinzeche. Hier kann man unmittelbar in die Geschichte des Ruhrbergbaus eintauchen und selbst in einem Stollen auf Entdeckungstour gehen. Auch eine der ältesten Dampffördermaschinen des Ruhrgebiets kann hier im Betrieb erlebt werden.

Direkt nebenan wartet das Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia mit seiner Fahrzeugsammlung von über 90 Loks und 200 Waggons auf Besucher. Selbstverständlich können die Züge nicht nur begangen werden, sondern ein Teil der Ausstellungstücke fährt regelmäßig über das Gleisnetz des Geländes und nimmt gerne Passagiere mit.

Weiter geht es zum Bethaus der Bergleute, erhalten aus dem Jahre 1830 und das Letzte seiner Art im Ruhrgebiet. Hier empfängt das Bethaus-Team seine Gäste herzlich und bietet regelmäßig für Interessierte Schmiedevorführungen an. Auch für das leibliche Wohl der Besucher sorgt das Team mit wechselnden Angeboten von süß bis herzhaft. Ein Highlight ist die liebevolle, sich der Jahreszeit anpassende Dekoration. Momentan wartet das ein oder andere Gespensterlein auf die Besucher im Biergarten.

Nach der Stärkung geht es weiter über die gewundenen Pfade Richtung Burgruine Hardenstein. Auf dem Weg liegen weitere bauliche Zeitzeugen der Hochzeit des Ruhrbergbaus, wie das Zechenhaus Herberholz, dessen Außenausstellung frei zugänglich ist und über das ganze Jahr besucht werden kann. Insgesamt gab es zu der Blütezeit des Bergbaus bis zu 60 Kleinzechen im gesamten Muttental. Heute sind noch mehr als 30 restaurierte oder nachgebaute Zeugnisse des Bergbaus zu entdecken.

Zum Abschluss des etwa 9 Kilometer langen Spaziergangs, wenn die Füße noch nicht zu schwer sind, lohnt sich der Weg zur Burgruine Hardenstein oder zum Schloss Steinhausen. Erstmal 1297 erwähnt, ist das Schloss auch heute noch gut erhalten und bietet den perfekten Rahmen für Trauungen und Feiern. Von der Burg Hardenstein sind nur noch Ruinen erhalten, aber auch diese sind eindrucksvolle Zeugen einer längst vergangenen Zeit. Besonders spannend ist die Sage rund um Zwergenkönig Goldemar, der den Burgherren Neveling von Hardenberg beraten haben soll, aber stets unsichtbar blieb und nur seine kalten mageren Händen spüren ließ. Der Versuch ihn sichtbar werden zu lassen, wurde durch den Zwerg grausam vergolten. Mit unserem VR-Code, der HIER zu finden ist, werden die mystischen Gestalten der Vergangenheit zum Leben erweckt und können in der heutigen Zeit auf Fotos in Szene gesetzt werden.

Wirklich Realität ist, dass das Muttental als Teil des GeoParks Ruhrgebiet zu den 77 bedeutendsten Geotopen Deutschlands zählt. Daher sollten folgende Regeln beim Spazieren und Wandern im Muttertal immer eingehalten werden:

  • Hunde müssen an der Leine geführt werden.

  • Auf den gekennzeichneten Wegen bleiben und Rücksicht auf Tiere und Pflanzen nehmen.

  • Müll ist in den Mülleimern am Wegrand zu entsorgen.

  • Pflanzen und Tiere dürfen nicht aus dem Muttental mitgenommen werden und ebenso keine Tieren und Pflanzen von auswärts eingepflanzt oder ausgesetzt werden.

So bleibt die reichhaltige Flora und Fauna noch lange erhalten und auch kommende Generationen können noch auf Zeitreise in die Zeit des Ruhrbergbaus gehen und das Muttental in seiner ganzen Schönheit genießen.

Übrigens: Wir freuen uns immer über Bilder aus unserem schönen Muttental. Unter dem #meinwittenundich sammeln wir auf Instagram die schönsten Schnappschüsse. Ebenfalls auf unserem Instagram-Kanal stellen wir täglich Wittens schönste Ecken und Veranstaltungen vor. Folgen lohnt sich!

Tipp: Auch entlang der Ruhr kann man das schöne Herbstwetter genießen. Die Schwalbe jedoch ist schon in der wohlverdienten Winterpause und chauffiert erst ab Frühjahr 2023 wieder Gäste über die Ruhr.

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