Die städtische Wirtschaftsförderung macht darauf aufmerksam, dass es durch eine vom Amt unterstützte „Existenzgründung“ einen Ladenleerstand weniger in Witten gibt: ‚Für Elise’ heißt der neue Second-Hand-Laden in der Steinstraße 9, in dem Antje Willgosch und Birgit Wessel seit dem 15. Februar Lieblingsstücke aus zweiter Hand und Handgemachtes anbieten werden.
„Ladenleerstände mit interessanten Geschäftsideen zu füllen sei ein Ansatz, den wir schon seit geraumer Zeit verfolgen“ so Inge Nowack von der städtischen Wirtschaftsförderung. Das „Gründungsnetzwerk Einzelhandel“ - bestehend aus IHK, Einzelhandelsverband, Fachexperten und Wirtschaftsförderung - stehe bereit, Existenzgründungen im Einzelhandel fachkundig zu beraten. So war die städtische Wirtschaftsförderung auch diesmal eingebunden und hat die beiden Gründerinnen insbesondere bei der Erstellung des Geschäftsplanes unterstützt. „Wir werden das Projekt auch in der nun folgenden schwierigen Startphase weiter begleiten“, verspricht Existenzgründungsberater Joachim Grüner.
Antje Willgosch und Birgit Wessel haben selbst auch einiges für ihren Erfolg getan. Die Einrichtung des Lokals haben sie mit viel Liebe zum Detail zusammen getragen - darunter viele schöne Fundstücke, die zurückversetzt in längst vergangene Kindheitstage. Ein besonderer „Hingucker“ im Laden ist zum Beispiel die gemütlich gestaltete, geräumige Umkleidekabine. Sie bietet Platz für eine ganze „Doppelkopf-Freundinnen-Runde“, kann aber auch in zwei kleinere Kabinen unterteilt werden.
Zu ihrer Heimatstadt haben die beiden Gründerinnen ein besonderes Verhältnis: „Was mich an Witten stets begeistert hat, sind die Menschen“, meint Birgit Wessel, gebürtige Wittenerin und bekennende Liebhaberin ihrer Stadt. Antje Willgosch, ebenfalls seit einigen Jahren in Witten tätig, fügt hinzu: „Zu erleben, wie viele Hände bei den anfallenden Arbeiten ineinander greifen, welche Ideen entstehen und weiterentwickelt werden, empfinden wir als großes Glück.“
Außer Schuhen, Taschen und Kleidungsstücken aller Art aus zweiter Hand hat „Elise“ aber noch etwas ganz Spezielles zu bieten. Zum ersten Mal in Witten können hier Fächer gemietet werden, um Selbstgemachtes anzubieten. Dieses Angebot richtet sich vornehmlich an Frauen und Männer aus Witten und Umgebung, die aufgerufen sind, ihr Handwerk hier anzubieten. Der Erlös der verkauften Ware geht nach Abzug der Miete ausschließlich an die „Handwerker(innen)“.
„Elise“ soll außerdem noch ein angenehmer Treffpunkt und Ort der Kommunikation werden. Manches „Pläuschchen“ soll hier beim „Käffchen“ gehalten werden - so wünschen es sich Antje Willgosch und Birgit Wessel für die Zukunft. Näheres unter www.fuerelise.com.
(16/02/12)
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