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Günter-Drebusch-Preis 2017geht an Denise Winter

Der in diesem Jahr zum 6. Mal ausgelobte „Günter-Drebusch-Preis“ geht an Denise Winter. Die 1983 in Berlin geborene Künstlerin erhält ein Preisgeld über 2.000 Euro, das wie immer vom Kunstverein Witten e.V. bereitgestellt wird. Außerdem werden ihre Werke ab dem 11. Juni in einer Ausstellung im Märkischen Museum Witten präsentiert. Die offizielle Preisverleihung und Ausstellungeröffnung erfolgt dort am 11. Juni (Sonntag) ab 15 Uhr.

In der sehenswerten Ausstellung werden neben Werken von Denise Winter auch Werke der weiteren Nominierten (Javkhlan Ariunbold, Lukas Glinkowski und Damaris Kerkhoff) gezeigt – ergänzt durch Werke von Günter Drebusch aus dem Bestand des Märkischen Museums und aus Privatbesitz.

Die Preisträgerin

Denise Winter studierte Freie Kunst an der HfBK Dresden und der Kunstakademie Düsseldorf. Ihre Arbeiten setzen sich mit Raum und Fläche auseinander und legen dabei teils verborgene Schichten und Figuren frei. Die ausgewählten und verwendeten Medien changieren zwischen Installation, Zeichnung und performativen Momenten, wobei die Fotografie oft als konzeptioneller Ausgangspunkt funktioniert. Bei aller technischen Expertise gelingt es Denise Winter, die Betrachter immer wieder zu überraschen. Das Durchdringen der Oberfläche, architektonischen Gegebenheiten und Fragen des Verhältnisses spielen in Ihrem Werk eine essenzielle Rolle.

Die „Nominierten“

Neben der Hauptpreisträgerin Denise Winter wurden Javkhlan Ariunbold (*1990), Lukas Glinkowski (*1984) und Damaris Kerkhoff (*1987) nominiert.

Javkhlan Ariunbold arbeitet mit dem Medium der Aquarellzeichnung und Druckgrafik, wobei sie mit einfachen geometrischen Formen und Linien farbige Konstellationen herstellt, die eine Dreidimensionalität suggerieren.

Lukas Glinkowski zeichnet auf handelsübliche Fliesen und bezieht sich dabei auf alltägliche Situationen, wie sie beispielweise auf öffentlichen Toiletten immer wieder zu finden sind.

Damaris Kerkoff nutzt das Verfahren des Siebdrucks um Fotografie und Zeichnung miteinander zu verbinden und vorgefundene Bilder durch künstlerische Eingriffe zu verfremden.

Günter-Drebusch-Preis

Der „Günter-Drebusch-Preis“ wird alle drei Jahre verliehen. Er ist ein Förderpreis, der sich speziell an junge Talente richtet, die im Bereich der grafischen Techniken, der Zeichnung sowie auf und mit Papier arbeiten. Über die Vergabe des Preises entscheidet  eine unabhängige Fachjury, der in diesem Jahr Prof. Dr. Manfred H. Wolff, erster Vorsitzender des Wittener Kunstvereins e.V., Christoph Kohl, Leiter des Märkischen Museums Witten und Vera Drebusch aus Köln angehörten. Die bildende Künstlerin Vera Drebusch ist Enkelin von Günter Drebusch, dem der Preis gewidmet ist.

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