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Gegen das Vergessen – Erinnern für die Zukunft - Lesungen zum Internationalen Holocaust-Gedenktag

Emil Landau bei der feierlichen Übergabe des Gedenkbuchs der Stadt Witten 1991, Foto: Jörg Fruck

Die diesjährige Gedenkveranstaltung zum Internationalen Holocaust-Gedenktag beginnt im Stadtarchiv Witten am Samstag, 27. Januar, um 11 Uhr. In diesem Jahr steht der Gedenktag unter dem Thema „Holocaust – Gedenken und Bildungsarbeit: Unsere gemeinsame Verantwortung“.

Im Sinne der Deutschen UNESCO-Kommission (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur) versteht sich die Gedenkveranstaltung in Witten als Teil eines Netzwerks für eine Kultur des Friedens, der Menschenrechtsbildung und Demokratieerziehung. Die Förderung der Erinnerungskultur und des Zusammenlebens in kultureller Vielfalt als Bestandteil der Bildungsarbeit ist den Veranstaltern ein besonderes Anliegen. Erinnern für die Zukunft ist in einer Zeit, in der Millionen Menschen durch Krieg, Unterdrückung und Armut gezwungen sind, ihr Zuhause zu verlassen und anderswo Zuflucht zu suchen, wichtiger denn je.

- Veranstaltungsort: Stadtarchiv Witten, Nutzerraum und Saalbau-Passage, Bergerstraße 25, 58452 Witten

- Veranstalter: Stadt Witten, Stadtarchiv im Kulturforum Witten, Deutsch-Israelische Gesellschaft AG Witten, Arbeitskreis „Stolpersteine in Witten“, Freundeskreis der Israelfahrer e. V.

Eintritt frei. Die Lesungen werden akustisch in die Saalbau-Passage synchron übertragen.

Lesungen und mehr: ab 11 Uhr bis ca. 13.30 Uhr

11.00 Uhr: „Deine Mutter hat Bescheid. Sie muss weg.“ (Liselotte Steinfort)

Lieselotte Steinfort, geborene Fohrmann, Jahrgang 1920, berichtet über die Deportation ihrer Mutter 1942 in das „Ghetto“ von Theresienstadt und ihre Fahrt 1945 in das befreite Konzentrationslager, um dort Überlebende aus Witten und Umgebung abzuholen. Gelesen werden Auszüge aus einem Interview aus dem Jahr 1988.

11.30 Uhr: „Man durfte nicht zu viele Fehler machen...“ (Emil Landau)

Emil Landau, geboren 1925 in Witten, überlebte die Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz, Tschechowitz (Außenlager von Auschwitz) und Buchenwald. Gelesen wird ein lebensgeschichtliches Interview (1990), in dem Emil Landau sein Leben in Witten, Herrlingen und sein Überleben der Shoah erinnert.

12.15 Uhr: „Was wir erlitten und erlebten“ (Lotte Meyerstein)

Die in Witten 1905 geborene Lotte Mayer (verwitwete Andorn, dann verheiratete Meyerstein) erinnert sich an den Todeszug aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen und die Befreiung des „Verlorenen Zugs“ durch Einheiten der Roten Armee bei Tröblitz im südlichen Brandenburg, den sie mit ihrer Tochter Susanne überlebte. Gelesen wird ihr Erinnerungsbericht aus dem Jahr 1950.

13 Uhr

Ein Stolperstein für (Max) Jacob Eichenwald
Ein Stolperstein für Ella Eichenwald geb. Herzfeld

Sara Minoris und Rebecca Löbbert (Schülerinnen aus Bochum) präsentieren Ergebnisse ihrer Nachforschungen im Projekt „Stolpersteine“. Für die Eheleute Eichenwald wurden am 20. Oktober 2017 Stolpersteine an der Goethestraße 9 in Bochum verlegt. (Max) Jacob Eichenwald, geboren 1879 in Herbede, und Ella Eichenwald geborene Herzfeld (vorher Romberg), gebürtige Dortmunderin, lebten vor ihrem Umzug nach Bochum in Witten.

 

Die Veranstaltung endet gegen 13.30 Uhr.

Der Holocaust-Gedenktag

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist inder Bundesrepublik Deutschland seit 1996 ein gesetzlich verankerter Gedenktag. Er erinnert an alle Opfer - weiblichen, männlichen und unbestimmten Geschlechts - des totalitären Regimes in der NS-Zeit: Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende, Personen des Widerstands, Kriegsgefangene und Deserteure, Wissenschaftler und Künstler, Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Terrorherrschaft gesellschaftlich ausgegrenzt, entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden. 2005 wurde der 27. Januar, in Anlehnung an den Tag der Befreiung von Auschwitz durch Einheiten der Roten Armee am 27. Januar 1945, von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt.

Auschwitz

Auschwitz-Birkenau steht symbolisch für alle Verbrechen und den millionenfachen Mord des NS-Regimes. Das größte nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager wurde 1940 auf Befehl des Reichsführers-SS und Chefs der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, etwa 60 km westlich von Krakau errichtet. Das Gelände befand sich nahe der Stadt Oswiecim im polnischen Ostoberschlesien.

Zunächst wurden 300 Juden aus der näheren Umgebung für Bauarbeiten herangezogen. Ab Juni 1940 trafen die ersten SS-Gefangenentransporte in Auschwitz ein, und Anfang März 1941 waren bereits 10.900 Häftlinge registriert. Ein Jahr später befahl Himmler den Bau eines zweiten Lagerkomplexes, Auschwitz II oder Birkenau genannt. Anschließend wurde ein drittes Lager - Auschwitz III - im nahe gelegenen Monowitz errichtet. Im Lauf der Zeit entstanden weitere Nebenlager. Die meisten Gefangenen wurden in Birkenau eingeliefert - in der Mehrzahl jüdische Menschen aus Deutschland und Polen.

Im Juni 1941 erhielt der erste Lagerkommandant von Auschwitz, Rudolf Höss, von Himmler den Auftrag zur Errichtung von Massenvernichtungsanlagen für die „Endlösung“ der Judenfrage. Der systematische und in Arbeitsteilung begangene Massenmord erfolgte ab Januar 1942. Die ersten Opfer waren Juden aus Oberschlesien, die mit Zyklon B ermordet wurden. Ab Mai 1942 fanden die ersten Selektionen in so genannte arbeitstaugliche und arbeitsunfähige Häftlinge statt. Alte, schwache, kranke Menschen sowie Schwangere und Kinder aus den „Judentransporten“ des Reichssicherheitshauptamtes wurden direkt nach ihrer Ankunft selektiert und ohne Registrierung in den Gaskammern von Auschwitz ermordet. Die fabrikmäßige Ermordung der Menschen in Auschwitz, ihre gezielte, brutale Vernichtung durch Zwangsarbeit und die entsetzlichen medizinischen Versuche an ihnen sind für uns heute nach wie vor unfassbar - das Leid der Opfer ist unermesslich.

Die SS betrieb die Gaskammern von Auschwitz zwei Jahre und zehn Monate. Allein in diesem nationalsozialistischen Vernichtungslager wurden mehr als eine Millionen Frauen, Männer und Kinder auf bestialische Weise ermordet. Als am 27. Januar 1945 Einheiten der Roten Armee in Auschwitz einrückten, fanden sie lediglich noch 7.600 Häftlinge lebend vor. Um Spuren zu verwischen, trieb die SS etwa 58.000 Gefangene auf die so genannten Todesmärsche. Die sowjetischen Befreier entdeckten am 27. Januar 1945 beispielsweise noch 843.000 Männeranzüge, 837.000 Damenmäntel und -kleider und große Mengen an Kinder- und Babykleidung. Sie fanden 44.000 Paar Schuhe und über sieben Tonnen Menschenhaar, verpackt für den Transport zur industriellen Verwertung.

((Bildnachweis: Emil Landau bei der feierlichen Übergabe des Gedenkbuchs der Stadt Witten 1991, Foto: Jörg Fruck))

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