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„Der junge Karl Marx“: Haus-Witten-Kino lädt ein zur Begegnung mit zwei Geistesgrößen und ihrer Idee

Mit „Der junge Karl Marx“ zeigt das Kulturbüro im Haus Witten-Kino am Donnerstag, 16. März,  einen ganz neuen europäischen Film. Die beiden Vorstellungen beginnen um 18 Uhr und um 20 Uhr in der Ruhrstraße 86. Der Eintritt kostet 5 Euro (ermäßigt 4 Euro), Karten gibt es nur an der Abendkasse.

Der Film ist großes historisches Kino über die Begegnung zweier Geistesgrößen, Karl Marx und Friedrich Engels, die die Welt verändern und die alte Gesellschaft überwinden wollten. In großen Bildern und mit viel Sensibilität erzählt Regisseur Raoul Peck die Entstehungsgeschichte einer weltbekannten Idee, als Porträt einer engen Freundschaft. Ihm gelingt ein so intimer wie präziser Blick in die deutsche Geistesgeschichte, die durch zwei brillante und gewitzte Köpfe seit der Renaissance nicht mehr so grundlegend erschüttert wurde.

Paris, 1844, am Vorabend der industriellen Revolution

Der 26-jährige Karl Marx (August Diehl) lebt mit seiner Frau Jenny (Vicky Krieps) im französischen Exil. Als Marx dort dem jungen Friedrich Engels (Stefan Konarske) vorgestellt wird, hat der notorisch bankrotte Familienvater für den gestriegelten Bourgeois und Sohn eines Fabrikbesitzers nur Verachtung übrig. Doch der Dandy Engels hat gerade über die Verelendung des englischen Proletariats geschrieben, er liebt Mary Burns, eine Baumwollspinnerin und Rebellin der englischen Arbeiterbewegung. Engels weiß, wovon er spricht. Er ist das letzte Puzzlestück, das Marx zu einer rückhaltlosen Beschreibung der Krise noch fehlt. Marx und Engels haben denselben Humor und ein gemeinsames Ziel, sie können sich hervorragend miteinander betrinken, und sie respektieren und inspirieren sich als Kampfgefährten. Zusammen mit Jenny Marx erarbeiten sie Schriften, die die Revolution entzünden sollen. Die sozialen und politischen Krisen brodeln, doch die Intellektuellen in Deutschland und Frankreich reagieren nur mit ausflüchtender Rhetorik. Marx und Engels wollen nicht mehr nur Theorie, sondern Wirklichkeit, sie wollen den Massen ein neues Weltbild geben. Doch dafür müssen sie die Arbeiterbewegung hinter sich bringen – nicht so leicht, denn mit ihrer jugendlichen Anmaßung stoßen Marx und Engels so manchen gestandenen Revolutionär vor den Kopf. Trotz Zensur, Polizeirazzien und internen Machtkämpfen lassen sie nicht nach in ihren Versuchen, eine neue Vision von menschlicher Gemeinschaft zu formulieren.

„Der junge Karl Marx“ kann auch wieder von Seh- oder Hörgeschädigten erlebt werden. Was dazu benötigt wird ist die App „Greta“ oder die App „Starks“ Nähere Informationen hierzu unter www.gretaundstarks.de

 

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