Die Stadt Witten wurde bereits im Jahre 1214 urkundlich erwähnt. Rund 250 Jahre später erhielt die Gemeinde 1675 das Marktrecht und 1825 schließlich auch das Stadtrecht. Im 18. Jahrhundert hatte Witten einen der bedeutendsten westfälischen Kornmärkte. Seit 1525 wird in der Ruhrstadt Steinkohle abgebaut, die erste Stahlhütte wurde 1790 errichtet.
Eine Sage erzählt, dass ein Schweinehirt im Muttental eines Tages verwundert über die glühenden Steine seines Lagerfeuers war. Er hatte damit die Steinkohle entdeckt, deren wirtschaftliche Bedeutung Witten somit Mitte des 19. Jahrhunderts zum Zentrum des Ruhrbergbaus machte. Bis heute findet man auf dem Bergbaurundweg Muttental zahlreiche Zeugnisse der Bergbau- und Industriekultur. In direkter Nachbarschaft findet man aber auch die mittelalterliche Burgruine Hardenstein und die ehemalige Doppelburganlage Steinhausen.
Neben den Industriekulturdenkmälern gibt es jedoch auch andere Denkmäler, welche die Geschichte Wittens bezeugen. So findet man außer dem Helenenturm oberhalb des Wittener Stadtparks und dem Bergerdenkmal auf dem Hohenstein viele weitere Denkmäler, die zu besichtigen sind. Hierzu gehören auch die Baudenkmäler „Schottstraße Gartenstadt Crengeldanz“ sowie der jüdische Friedhof.
Zur Wittener Museumslandschaft zählen derzeit 8 Museen mit verschiedenen Ausstellungsschwerpunkten. Im Märkischen Museum z. B. kann der Besucher zeitgenössische und moderne Kunst aus über 100 Jahren bewundern. Das wohl einzigartige Hebezeugmuseum der Welt, zeigt in historischen Gebäuden und unter freiem Himmel Exponate zur Geschichte der angewandten Hebekraft. Das Westfälische Industriemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hingegen informiert auf Zeche Nachtigall über die Entwicklung des Bergbaus im Ruhrtal. Höhepunkt des Besuches ist ein Gang durch den Nachtigallstollen, wo Museumsgäste – ausgerüstet mit Helm und Lampe – zu einem echten Steinkohleflöz vorstoßen.
Auch abseits der Wittener Museenlandschaft und Industriekultur gibt es in Witten Sehenswertes. So gibt es seit 1979 den Kemnader Stausee, der als jüngster der vier Ruhrstauseen ein beliebter Freizeitschwerpunkt ist. Er liegt im Städtedreieck zwischen Witten, Bochum und Hattingen liegt. Während der Saison (Mai - Oktober) kann man außerdem mit den nostalgischen Zügen der RuhrtalBahn fahren. Sie verkehren auf der landschaftlich schönsten Strecke der Region zwischen dem Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen und Hagen Hauptbahnhof.
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