LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall

Am Eingang des Muttentals befindet sich die älteste Tiefbauzeche südlich der Ruhr. Das Bergwerk entwickelte sich aus einer 1714 erstmals erwähnten Kleinzeche. Sie ging im frühen 19. Jahrhundert vom Stollenbau zum Tiefbau über, bis sie wegen schlechter Flözverhältnisse und großer Wasserzuflüsse 1892 den Betrieb einstellte. Danach wurde die Anlage zur Ziegelei Dünkelberg umgebaut, in der Tonschiefer aus dem nahen Steinbruch Muttental zu Ziegeln verarbeitet wurde.
Erhalten sind - inzwischen restauriert - das Maschinenhaus mit Anbauten, die Waschkaue, ein Verwaltungs- und Wohnhaus sowie der viereckige, aus Ziegeln gemauerte Wetterschornstein, einer der wenigen erhaltenen Industriekamine dieser Art. Aus den Zeiten der Ziegelei stammen die zwei Kammerringöfen.
Im Maschinenhaus befindet sich eine der ältesten Dampffördermaschinen des Reviers aus dem Jahre 1887, die regelmäßig vorgeführt wird.

Das LWL-Industriemuseum informiert auf Zeche Nachtigall über die Entwicklung des Bergbaus im Ruhrtal. Höhepunkt des Besuches ist ein Gang durch den Nachtigallstollen, wo Museumsgäste - ausgerüstet mit Fahrmantel, Helm und Lampe - zu einem echten Steinkohleflöz vorstoßen. Vor dem Stolleneingang veranschaulicht "Zeche Eimerweise" mit einer original rekonstruierten Schachtanlage den Kleinbergbau nach 1945. An Bord eines 35 Meter langen, eichenen Segelschiffs, einer sog. Ruhraak, wird die Geschichte des Schiffsbaus und der Kohlenschifffahrt auf der Ruhr wieder lebendig.

Das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall ist auch Bestandteil der Route der Industriekultur


Adresse:

Nachtigallstraße 35
58452 Witten