
Das kleine, eingeschossige Fachwerkhaus vom Ende des 18.Jahrhundert zeigt den landschaftstypischen Baustil mit verputztem Sandsteinsockel, schrägen, abgeknickten Fachwerkstreben, Fenster mit Schlagläden und Ladeluke und Hohlpfanneneindeckung. Der Ziegelbau ist späteren Datums.
Die Lage des Fachwerkhauses im Muttental lässt auf bergbaulichen Ursprung schließen, daher der Name Steigerhaus. Bisher ist nicht belegt, ob sich in dem Gebäude tatsächlich ein Büro und die Wohnung eines Steigers für die umliegenden Kleinzechen befand. Steiger waren dem Bergamt verpflichtete Beamte, die den Bergbaubetrieb unter Tage kontrollierten.
Seit 1979 wird das Gebäude vom Sauerländischen Gebirgsverein, Abteilung Witten e.V., als Wanderheim genutzt. Unter dem staatlichen Direktionsprinzip (1737-1865) waren die Steiger dem Bergamt verpflichtete Beamte, die den Bergbaubetrieb unter Tage kontrollierten. Die Steigerhäuser dienten ihnen als Wohn- und Büroräume.
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