Stadtrundgang

Bild: Rathaus Witten
Bild: Haus Witten
Bild: Hohenstein und Bergerdenkmal

Wer zu Gast ist in einer Stadt und Eindrücke von ihr sammeln möchte, tut sich schwer, wenn ihm nicht durch einige kundige Hinweise und Tipps auf den Weg geholfen wird.
Unser Stadtrundgang führt gleichermaßen durch das städtische Zentrum wie durch die ländliche und waldreiche Gegend des Borbachtals und des Hohensteins. Er erfasst damit eine Besonderheit Wittens:
Die Möglichkeit, vom Stadtkern aus zu Fuß und innerhalb weniger Minuten in die entspannende Atmosphäre des wohl beliebtesten Wittener Naherholungsgebietes zu gelangen.
Interessante Dinge am Rande des Weges werden erläutert und vermitteln Einblicke in Geschichte und Gegenwart der Stadt. Dass diese Einblicke nur einen Teil dessen erfassen, was Witten zu zeigen hat, sollte als Aufforderung verstanden werden: ein Verlassen der vorgegebenen Route ist erwünscht! Die Karte hilft dabei, nach einem "Seitensprung" auf den Rundweg zurückzufinden.

Anfahrt
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis Haltestelle Rathaus. Mit dem PKW bis zu den Parkplätzen Wideystraße oder Platz der Gedächtniskirche bzw. zum Parkplatz Galeria Kaufhof.

Dauer
ca. 3 Stunden

Die Wanderkarte können Sie hier herunterladen.

Start
Der Rundgang beginnt auf dem Rathausplatz und führt zunächst über die Bahnhofstraße zum Berliner Platz.

Verlauf
Imposant ist das neobarocke Rathaus von 1926, das mit seinem markanten, 53 Meter hohen Turm das Bild bestimmt. Vor seiner Kulisse laden Straßencafes und Biergärten ein zu Geselligkeit, zu Sehen und Gesehen werden.

Über die neu gestaltete Bahnhofstraße, dem Herzstück der Fußgängerzone und Einkaufsmeile der Innenstadt, geht es zum Berliner Platz, der mit seiner architektonischen Gestaltung, seinen Sitzbänken und Wasserspielen Magnet für Jung und Alt ist.

Der Weg führt über die Steinstraße direkt auf den Saalbau Witten zu, der seit 1975 das Zentrum des Wittener Kulturbetriebes ist und seither namhaften Schauspielern, Sängern, Orchestern und Ensembles ein Forum ihrer Künste war. Die Belegungspläne des Saalbaus geben Zeugnis davon, das er als kultureller Veranstaltungsort ebenso wie als Tagungsstätte bis an die Kapazitätsgrenze ausgelastet ist.

Der Weg verläuft - links neben dem Haupteingang des Saalbaus - durch die Saalbaupassage auf die Rasenflächen zu und hier schräg links an der Rückseite des Hotels vorbei. Hier befand sich bis 1924 die Zeche Franziska, mit weit über 1000 Beschäftigten eine der ehemals bedeutenden Großzechen des Ruhrreviers.

Etwas im Hintergrund eine weitere historische Hinterlassenschaft: Haus Witten. Der ehemalige Adelssitz entstand im 15. Jh. in Folge von Familienstreitigkeiten der Herrschaften von Witten-Steinhausen, die bis etwa 1470 auf Schloss Steinhausen am südlichen Ruhrufer lebten. Die Linie der Familie, die die Gerichtsbarkeit über Witten besaß, entschloss sich zum Bau des Hauses, als Einigkeit über die Wiedererrichtung der durch Hochwasser zerstörten Ruhrbrücke nicht zu erzielen war. 1790 wurde Haus Witten an einen Bürgerlichen verpachtet und war dann lange Jahre das Betriebsgebäude der Stahlfabrik Lohmann. Die Bomben des 2. Weltkrieges machten das 500jährige Haus über Nacht zur Ruine.

Inzwischen wurde der alte Gerichtsherrensitz zum Bürgerzentrum ausgebaut. Moderne, preisgekrönte Glas-Stahl-Architektur ergänzt die historische Bausubstanz. Die Musikschule und die vhs haben hier ihr neues Domizil gefunden, und in den Sommermonaten ist der Innenhof Ort zahlreicher Open-Air-Veranstaltungen.

Der Rundweg führt direkt durch den Innenhof von Haus Witten, überquert die Ruhrstraße auf einer Fußgängerbrücke und verläuft durch den Stadtpark zum Parkweg und von hier zum Hammerteich und zum Hohenstein. Auf keinen Fall sollten Sie einen Blick vom Aussichtspunkt Bergerdenkmal ins Ruhrtal versäumen.

Das Bergerdenkmal wurde 1902 von der Turngemeinde Witten zu Ehren des preußischen Parlamentariers Louis Constans Berger (1829 - 1891), Mitbegründer und Förderer der Wittener Turngemeinde errichtet.

Der weitere Verlauf des Weges lässt Ihnen die Alternative, entweder am Wildschweingehege oder am Lehrbienenstand vorbeizugehen. In den Monaten Mai - September (je nach Witterung) können Sie hier Einblick in einen Bienenstock nehmen und die Bienen bei der Arbeit beobachten.

Das Gebiet rund um den Hohenstein war im 18. Und 19. Jahrhundert übrigens auch vom Bergbau geprägt. Während im südwestlichen Bereich Erzgruben Toneisenstein förderten, bauten im Süden und im nördlich gelegenen Borbachtal zahlreiche Kleinzechen Kohlevorkommen ab.

In seinem weiteren Verlauf führt der Weg ein Stück durch das Borbachtal und erreicht über die Krumme Dreh die Egge. Hier weiter westlich - am Altenheim der Arbeiterwohlfahrt vorbei - liegt nach ca. 300 m rechts ein Parkplatz und kurz darauf ein begrünter Hügel, unter dem sich ein Vorratsbehälter für die Trinkwasserversorgung der Stadt befindet. Von hier haben Sie bei klarem Wetter eine beeindruckende Sicht über die Innenstadt und die nördlichen Stadtteile bis hin nach Dortmund im Nordosten und Bochum im Nordwesten.

Über die Röhrchen- und Kurt-Schumacher-Straße gelangen Sie wieder in die Innenstadt und über die Husemann- und Ruhrstraße - vorbei am Märkischen Museum - zum Ausgangspunkt zurück. 

Organisierte Stadtrundgänge mit Gästeführern

Bild: Gästeführung des Stadtmarketing Witten auf Zeche Nachtigall

Hier bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Witten mit unseren qualifízierten Gästeführern zu erkunden.

Reisekatalog 2011/2012

Bild: Reisekatalog "Witten neu entdecken" 2011/2012
 

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